1522, Oktober 9

 

Die „Gerhaben“ (Steffan Purckhstaler, Kupferschmied und Niclas Dachspacher, Steinmetz, beide Mitbürger zu Wien) des Augustin, Sohn des Casparn Tenngl und seiner Frau Elßbethn, berichten, dass der Wiener Mitbürger Ulrich Luntzer und seine Hausfrau Elsbeth, beide selig, um zwei Viertel Häuser in Wien gegenüber St. Stephansfreithof, mit einem Teil zunächst dem Haus des Jorgen Eber des Zinngießers gelegen mit all den Gemächen, die ihnen laut des Teilbriefs zustehen, mit gesamter Hand Nutz und Gewähr geschrieben standen. Da aber ihre zwei Viertel des Hauses samt dem einen Viertel, Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien den Ausstellern von wegen der merklichen Schulden, die Ulrich Luntzer und seine Frau hinterlassen haben, zu verkaufen bewilligt haben, haben die Aussteller diese drei Viertel des Hauses an Cristan Reitler Leinbater, und Barbara seiner Hausfrau verkauft. Da aber der Kaufbrief über die ersten zwei Viertel nicht vorhanden ist, stellen sie dem Magistrat einen Tötbrief aus.

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/4, Nr. 6263

Kommentar: Geben zu Wienn, an pfinztag nach sand Francisen2 tag, anno etc unfzehenhundert3 und zwayundzwainzigistn jarn.

Literatur- / Quellenverzeichnis: Uhlirz, 1895–1897.

Stelle / Nr / Seite: 1897, Nr. 15629.

Abbildungen

Archivangaben: 6263; AT-WStLA_HAUrk_6263; mit zwei rückwärts aufgedrückten, grünen, unter einem gemeinsamen, nicht abhebbaren Papierstreifen gelegten, ungenügend durchgedrückten Sekreten. besigiltn mit. . . Thoman Wisinger und Marxn Kirchstetter, beder burger zu Wienn aufgetruckhten insigiln. Rückaufschrift: Diser schermbrieff ist von wegen des khauffbrief weilent Vlrichen Luntzer und Elspet vxoris zwai viertl hauß betreffend zum puch er legt worden. Actum feria sexta post Francisci, anno domini 1522.

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2021.11.28
https://www.sanktstephan.at/quellen/1522-oktober-9/

Datum: 28.11.2021

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl