1518, Juli 26

Paulus Rokhner, Dechant, Wernnhardin Widmayr, Kustos, beide Meister der sieben freien Künste, Georg Hueber Senior und das Kapitel zu St. Stephan zu Wien melden Bürgermeister Herrn Leonharten Pudmonsdorffer und dem Rat der Stadt Wien, auch den Verwesern und Inhabern der Grundbücher, dass einst Peter Gnam unter anderem zum Gedächtnis im Geschäftsbuch des Herrn Geörgen zu Wien und Bibern Bischof, geschrieben steht, ein Haus im Räubergässlein, wenn man vom alten Rossmarkt gegen St. Stephan geht, das Poschen Haus genannt, zunächst dem Bürgerkolleg, zur Aufrichtung eines Stifts geschafft hat. Mit der Ausrichtung wurde Achacien Behem von Ulrichskirchen, Meister der sieben freien Künste betraut betraut. Da aber das Haus einem „ainigen“ Priester oder Benefiziaten des Stifts zu groß oder weit sein, so haben es die Aussteller durch Meister Achacien, Herrn Wolfganngen von Aslabingen zu verkaufen und das kleine Haus auf dem Anger von Wolfganngen Grueber an dessen Stelle zu dem Petern Gnam Stift zu kaufen bewilligt und bitten, dem Asslabing um das Haus an Nutz und Gewähr schreiben zu lassen und nachmals Meister Achacien um Wolfganngen Grueber Haus auch in das Grundbuch fertigen zu lassen.

 

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/4, Nr. 6164.

Kommentar: Geben zu Wienn, an montag nach Sannd Jacobs tag. . . . (Camesina: besiegelt mit obgenannt Dechant und Kapitel Siegel). Dazu auch ein päpstlicher Brief; Camesina, 1870, Nr. 876 (F.p.10.b). Durch das Geschäft desWolfgang von Asslawing kam es an dessen Frau Appolonia; Camesina, 1874, Nr. 585.

Abbildungen

Archivangaben: 6164; AT-WStLA_HAUrk_6164; mit zwei rückwärts aufgedrückten schadhaften Siegeln in rotem Wachs 3.Siegler: dechant und capitl mit zurukaufgedrukhten insigl. Rückaufschriften: 1. Willbrief, von wegen herrn Petern Gmen haus, erlegt feria 6 a post Laurencij anno 18 (1518, August I3). 2. Gne/am Stift betr.

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2020.03.30
http://www.sanktstephan.at/quellen/1518-juli-26/

Datum: 30.03.2020

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl