1525, Februar 25

Prokop Huschnichey, Prediger zu Graz an den Wiener Magistrat. Es wurde ihm berichtet, dass alle Benefiziaten Wiener Lehenschaft, aufgefordert wurden an einem Tag vor dem Magistrat zu erscheinen. Der Wiener Magistrat habe nun dem Aussteller vor einigen Jahren auch ein Benefizium in St. Stephanskirche verliehen, herrührend von Michel Vingkhen, welches er durch seinen Bruder Meister Hannsen, Achter daselbst zu St. Stephan versehen ließ, bis auf den heutigen Tag. Da ihn nun aber die Herren von Graz mit einem anderen Benefizium versehen haben, und er willens sei, dort bei ihnen sein Leben lang zu bleiben, kann er das Wiener Benefizium in eigener Person nicht warten. So resigniert er dasselbe Benefizium zugunsten seines Bruders mit Namen Meister Hannsen Huschnichey, der das Wort Gottes neben anderen Achtern zu St. Stephan predigt und lange Zeit daselbst treulich gedient hat , der „umb sölh sein getrew dinst nicht versehen, aber sich in das zehent jar und zuvor in den sterbenden leufen mit grossen nachtail in Wien erhalten usw.“

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/4, Nr. 6321

Kommentar: Geben am sambstag nach sand Mathias des heiligen zwelfpoten tag, anno etc im xxv jar.

Abbildungen

Archivangaben: 6321; AT-WStLA_HAUrk_6321; Petschaft verdrückt, unter Papier, IV A 2: Tartsche, darin ein P, in dessen Bauchung ein Herz mit hervorwachsendem Kreuz; Schildesfuß ? über dem Schild: P. H. Procopius Huschnichey prediger zu Grätz .

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2020.10.29
http://www.sanktstephan.at/quellen/1525-februar-25/

Datum: 29.10.2020

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl