1524, Dezember 20

Bürgermeister Hanns Sueß und der Rat der Stadt Wien über die Stiftung des Georgs, Bischof von Wien, Rat des Kaiser Maximlians und oberster Kapellmeister, von den jährlichen Zinsen aus den fünf Kramerläden im Bischofshof am Freithof bei St. Stephanskirche unter dem neuen bischöflichen Palast zu Wien, die seine Gnade von neuen aufgebaut hat, nämlich ein ewiges Salve Regina allabendlich zu singen mit Kaiser Maximilian als Lehensherr des Stifts und Lehenherren des Domstifts Zustimmung, wobei der Stifter die Aussteller als Vollzieher und Handhaber des Stifts auch zur Handhabung des Stifts die fünf Kramerläden überantwortet hat, laut eines fürstlichen Gnadenbriefs. Die Aussteller haben nun die Stiftung nach als nicht hinlänglich befunden und haben St. Moranduskapelle, deren Lehensherren die Aussteller ebenso sind, einem jedem Kantor und in dieselbe Kantorei inkorporiert. Dann wurde die Kapelle nach dem Tod des Herrn Ptusch, Dompropst zu Wien ledig und niemand von den den Ausstellern übergeben. Daher haben sie die St. Moranduskapelle verliehen und dazu ohne Abgang inkorporiert, was zunächst Herrn Martino Drosendorffer und seinen nachkommenden Kantoren und der ganzen Gemeinschaft der Kantorei zugute kommt. Er soll als Kantor und solange er Kantor ist, zu Handen der Kantorei den Gottesdienst ohne Abgang selbst oder durch andere halten und die Stiftung vollführen lassen, wie es alle seine Nachkommen zu halten und zu tun verschreiben müssen.

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/4, Nr. 6317.

Kommentar: Geben zu Wienn, an eritag sand Tomas abent des heiligen zwelfpoten. . . . Rückaufschrift: Gemainer stat Wienn zehenbrieff uber Sannt Moranden und de rherren von Thierna capelln zu Sannt Steffan, als die durch B und Rat der cantorey umb wegen des taglichen Salve singen eingeleibt und ubergeben haben.

Abbildungen

Archivangaben: 6317; AT-WStLA_HAUrk_6317; mit etwas verletztem Siegel in rotem Wachs an Pergamentpressel (Pettenegg in Gesch. der Stadt Wien II/I, S. 26, Fig. 18).Siegler: Die Aussteller mit ... gemainer stat Wienn anhangundem statinnsigill. Rückaufschrift: Gemainer stat Wienn zehenbrieff uber Sannt Moranden und der herren von Thierna capelln zu Sannt Steffan, als die durch B und Rat der cantorey umb wegen des taglichen Salve singen eingeleibt und ubergeben haben. Actum usw. a ° 1524. Wr. Archiv 1/1524 .

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2020.07.14
http://www.sanktstephan.at/quellen/1524-dezember-20/

Datum: 14.07.2020

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl