1521, Juni 26

Wolfganng Kirichhofer, derzeit des Rats der Stadt Wien und Kirchmeister von St. Stephan in Wien, dessen Vorgänger Pernhart Flannder, Kirchmeister von St. Stephan auf dem ehemaligen Haus Hanns Stuelpacher und seinem Garten vor dem Burgtor in Wien 20 ß „gelts“ jährlicher Burgrechtzins um 50 Gulden Reinisch zu dem Jahrtag des seligen Albrechten Mays erkauft hat, laut eines Burgrechtsbriefs, quittiert den Vormündern der Stuelbacherschen Kinder über bezahlten versessenen Burgrechtsdienst und rückgestelltes Kapital. Es hatte nämlich Stuelpacher den Burgrechtszins in 10 Jahre nicht ausgerichtet, auch das Haus und der Garten war in Abbau gekommen lassen, sodass der Kirche diese Summe darauf „ferrer ligen zu lassen nicht gepuren wellen“. Der Aussteller hatte daher von Steffan Agler und Hannsen Slaiß, beide Wiener Bürger und verordnete Vormunde, die Hauptsumme, 50 Reinisch Gulden und auch die versessenen Burgrechtszine von 1511–1520 25 reinisch Gulden und dann noch den nächst fälligen Burgrechtszins, der auf Maria Geburt fallen wird 2 lb 4 ß dn, das alles in Summe mach 77 lb 4 ß dn, gefordert und empfangen, nämlich 50 lb dn Kapital und Burgrechtszins der achthalben und 20 „guldn Reinisch“ (27 ½ fl. rhein.).

Schlagworte: Burgrecht, Jahrtag, Kirchmeister

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/4, Nr. 6239;

Kommentar: Bescheen an mitichen der xxvj tag des monnats Juni, anno etc im ainsundzwainzigisten jaren. (Camesina: Besiegelt von Wolfgang Kirichhofer des Rats und Kirchmeister).

Literatur- / Quellenverzeichnis: Camesina, 1874.

Stelle / Nr / Seite: Nr. 592

Abbildungen

Archivangaben: 6239; AT-WStLA_HAUrk_6239; mit rückwärts aufgedrücktem Petschaft unter Papier, IVA 2: Kirche, über dem Schild W K.Siegler der Aussteller, der sein aigen petschadt ze rugkh auf dise quittung aufgedruckht. W. Kirchoffer.

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2020.03.30
http://www.sanktstephan.at/quellen/1521-juni-26/

Datum: 30.03.2020

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl