1373, September 25

Der Wiener Bürger Herman von Eslarn beurkundet, dass vor ihm als Bergherrn im offenen Gericht Jacob der Graf mit Vorsprechen auf einen Weingarten „am Hindernperg“, von dem man 45 dn. für Zehent und Bergrecht, 9 Ort zu Voitrecht dient, geklagt habe, dieser Weingarten sei sein ererbtes Gut und sei ihm nach dem Tod Niclas des Veltperger, der ihn nur leibgedingweise innegehabt habe, ledig geworden. Dagegen habe Elspet, Witwe des Niclas, behauptet, dass ihr ihr Mann den Weingarten lediglich hinterlassen habe. Der Streit wurde bis an Herzog Albrecht III. gebracht und in dessen Gericht entschieden, dass Elpet den Beweis für ihre Behauptung vor dem Bergherrn mit zwei ehrbaren, gesessen unversprochen Männer, die keine „lonzeugen“ wären, zu erbringen habe. In der Tat führt Elsbet nach 14 Tagen im offenen Gericht zwei Zeugen vor, welche beschwören, dass der Weingarten von der Mutter Niclas des Veltzperger herrühre und von diesem seiner Frau hinterlassen worden sei. Da aber Jacob der Graf mit neun ehrbaren, gesessenen Männern nachweist, dass der eine dieser beiden Zeugen nicht ein gesessen man wer und „nicht aigen hous und hof hiet, so spricht Hermann von Eslarn ihm den Weingarten zu.“ Besiegelt von dem Aussteller.

Indorsat: „a) Littera zu Ulreichs altar b) 16. Jahrhundert, Gerichtsbrief…jetzo auf sand Blasienaltar gehörig“.

Schlagworte: Blasiusaltar, Ulrichsaltar

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/1, Nr. 834

Kommentar: ze Wienn, des nächsten sunntags vor sand Michels tag.

Abbildungen

Archivangaben: 834; AT-WStLA_HAUrk_834; Anhangendes beschädigtes Siegel.Besiegelt von dem Aussteller. Indorsat:a) Littera zu Ulreichs altar ,b) 16. Jahrhundert, Gerichtsbrief . . . jetzo auf sand Blasienaltar gehörig .

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2019.11.22
http://www.sanktstephan.at/quellen/1373-september-25/

Datum: 22.11.2019

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl