1372, Juni 6

Ott der Chaeser von Nusdorf, Bergmeister des Ritters Herrn Jannsens bei den Minoriten („Minnerbrüdern“) zu Wien, beurkundet, dass vor ihm in offenem Gericht Paul von Maurperg, Diener Herrn Jacobs von Sunnberkch, Chorherr zu St. Stephan in Wien und Kaplan der dritten ewigen Messe auf dem Dreikönigsaltars in St. Stephan, anstelle seines Herrn mit Vorsprechen auf den Weingarten „in Toblikcherhard“, der ehemals Thomans des Schützmaister gehörte des 5 ½ Viertel sind, zenast herrn Michels weingarten des Vierdungs, von dem man Herrn Jannsen sechs dn. zu Bergrecht, Herrn Haireichen von Rappach zwei Eimer Wein und zu der genannten Messe vier Pfund dn. zu Burgrecht dient, um die durch drei Jahre versessenen vier Pfund dn. Burgrecht und die darauf erteilten „Zwispild“geklagt habe. Da die Witwe Thomans Kathrei den Rückstand nicht zu begleichen vermag, gibt Ott der Chaeser dem Kläger die vier ehrbaren „umbseczen und perchgenassen“ Jacoben den Cherindhell, Jacoben den Mädler, Jacoben den Mair und Nichlasen den Schober als Beschauleute mit und spricht nach deren Aussage den Weingarten der angeführten Messe zu. Besiegelt mit dem Siegel Herrn Jannsen bei den „Minnern prüdern.

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/1, Nr. 811

Kommentar: ze Wienn, des nasten sunntags nach sand Petronellen tag.

Abbildungen

Archivangaben: 811; AT-WStLA_HAUrk_811; Das Siegel fehlt.Besiegelt mit dem Siegel hern Jannsens pei den Minnernprüdern.

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2019.11.22
http://www.sanktstephan.at/quellen/1372-juni-6/

Datum: 22.11.2019

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl