1365, März 16

2. Stiftsbrief

Rudolf IV., Erzherzog von Österreich stiftet mit Genehmigung Papst Urban V. an der Pfarrkirche zu St. Stephan in Wien, die fortan ewig zu Allerheiligen genannt wird, ein Kollegiatkapitel, bestehend aus einem gefürsteten Propst und 24 Chorherren, nebst 26 Kaplänen und bestimmt deren Einkünfte, Kleidung, Rechte, Privilegien, Rangordnung und Verpflichtungen.

 

 

 

Schlagworte: Allerheiligenkapelle in der Burg, Altar, Amt, Apostelaltar, Begräbnis, Bibliothek, Bücher, Chor, Chorherr des Kapitels, Cur, Dechant, Dechantei, Domherr, Domhof, Dormitorium, Empore, Fahne, Frauenaltar, Fronaltar, Fronamt, Fronleichnamsprozession, Geläute, Gestühl, Glocke, Gottsleichnam, Gottsleichnamsaltar, Grab, Hauptamt, Hochaltar, Hochamt, Jahrtag, Kantor, Kantorei, Kapitel, Kapitelamt, Kapitelhaus, Kapitelsaal, Kaplan, Kelch, Kerzen, Kirchenfabrik, Kreuz, Kustodie, Kustos, Lettner, Librey, Licht, Messe, Messgewand, Nordchor, obley, Orgel, Pfarre, Pfarrer, Pfarrkirche, Pfarrrechte, Pivild, Priester, Propst, Propstei, Propsthof, Prozession, Refektorium, Reliquienprozession, Reliquienschatz, Reliquienschatzkammer, Rudolfskenotaph, Sakristei, Sänger, Schlüssel, Schüler, Schulmeister, Seelenamt, Stiftsbrief, Strafzahlung zum Bau von St. Stephan, Stuhl, Universität, Westempore, Windlicht, Zwölfbotenaltar

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: I/4, Nr. 3544

Kommentar: QGStW I/4, Nr. 3544; 2. Stiftsbrief, Org. Perg. DAW, Wien; vgl. Flieder, 1968, 153–162 und 254–266 (nach Flieder, 1968, 178 beweist die Narratio, dass der Erweiterungsbau aus Anlass der Stiftung des Kollegiatkapitels begonnen wurde

Literatur- / Quellenverzeichnis: Flieder, 1968.

Stelle / Nr / Seite: 153-162, 254-266

Kommentar: Abschrift nach Original DAW bei Flieder, 1968, 254-266 Abschrift (HHStA Urkunde 1365 März 16 – Papier, Abschrift Halbbrüchig

Abbildungen

Transkription / Übersetzung:

Abschrift: (HHStA)

Mit dem gewalt Gots des Vaters der weishait gosts des Suns, Und der erlewchtung und gutichait gots des Heiligen Geystes, mit der miltikayt unser frawn gots Muter, mit der Pet aller gots heyligen und engel, und mit der Ainung der warhait des heyligen ckhrsitenleichen gelaubens. Wir Rudolff der Vierd, von Gots gnaden Erczherczog ze Oesterreich, ze Steyr ze Kernden und ze Krayn Herr Auf der Windischen marich und ze Porttenaw#e, Graf ze Habspurch ze Tyrol ze Phyrt und ze Kyburch Marichgraf ze Purgwo und Lantgraf in Elsazzen Bekennen und tu#on chunt ewichlich mit disem brief, allen, dye in sehent lesent oder ho#erent lesen die nu lebent oder hernach chunftig sind und sunderlich unsern Erben und nachkomen Seid daz der almechtig got, alle ding von nichtegemacht hat und daz getailt under die geschephde der Menschen und darzu besundert Lawt gesactz hat uber seine Lender ze beschi#ermen damit Si erchant werden, fu#er fu#ersten der werlt, Ist pilleich, daz diselbn, so yr grezzer an gewalt, so ye grezzer erchenner, und dankper sein gen im, Davon Seyd unser Herre, Ihesus Christus, all unser Vordern, mit fu#erstlichen kayserlichen, und kunichleichen wi#erden an uns herpracht hat, und unsern gewalt Seid unsers vaters to#ed, von Tag ze Tag besunderlich gemert hat,und uns darzu#e, gesunt und kraft, und grozzen gewalt wierd und ere, fu#er all unser vordern vollikchlich gegeben hat. So heten wir, in unsern Chindleichen Tagen bey dem leben usners leiben herren und vater genomen in unser hercz ain dahkng gen unsern Schepher, die doch gen seinen Go#etlichen eren und der grozzen gu#te, di er uns erzaigt hat, gar ze chlain ist, Doch dye, begier unsers Herczen, die demselben unserm herren und Got unverpargen ist, mitsampt allen ndern sachen opphern wi#er auf di parmherczichait der heyligen marter, und des Todes unsers herren Ihesu Christi, Nu sahen wir an und verho#erten die gotlichen und seligen werich unserr vorvadern, hern Rudolffs Romisches Chunigs und vrown Annen von Hahenberch seiner Gemahel, unserr leiben vrow#en und vraun, hern Albrechts romisches Chunigs und vrow#en Elspeten von Kernden, seiner Chuniginn, unserr lieben enen und Anen. Und hern Albrechten Herczogen der vorgenanten Lande, und vrow#en Iohannen von Phyrt seiner Herczoginn unser herczen lieben vater und mueter, Und hiezzen paw#en in den eren der heyligen drivaltichait des heyligen leichnamm unsers herren,sand Mareyn gots mueter aller Go#ets heyligen und engel in unserm gema#ech, do wir chindleich inn erczogen sein, in unsern fu#erstleichen Palas, der Purg ze Wyenn, in dem Tu#ern neben Widmertor, ain Kappellen, und stifften wi#er die mit gu#elten wi#erden, eren und nu#eczen, mit Rat und hilff unsers leiben herren und vater, als an den briefen desselben unsers vater, und unser wol begriffen waz. In der zeit, daz wir chlagunde sagen, ward geru#efft, und verschied von dieser werlt, der aller durchlawchtigist, unser herczen lyeber herr und vater, dem Got gnad, und geviel auf unser Iugend, die nicht mer het alters dem Newnczehen Iar, besargnu#ezz unser, und unser herczen lieben Herczoginn, vrow#en Kathrein von Pehem Kayser Karls von Rom Tochter, und der hochgeparn fu#ersten und fu#erstinn unser herczen lieben geswistreid, Herczog Fridreichs seligen, Herczog Albrechts, und Herczog Lewpolts und iunchfrown Kathrein geben in sand Chlaren Orden, und vrow#en Margreten Margrefinn ze Brannburch, Herczoginn inobern Payrn, und Grefinn ze Tyrol, mitsampt irn wiert, Herczog Meinharden dem Got genad, und aller unser Land und Law#et, geistlicher und werlticher mit manichvaltigen Chrigen u#enser umbsezzen dannoch gedachten wi#er an di vodern begi#er unsers herczen, und wodlen denselben gots dienst, in derselben Chappellen mer, und paten dyemu#etichlichen den aller Heyligisten herren, und vater, herrn Innocencium den Sechsten Pabst, daz er uns gu#ennet ze stifften derselben Kappellen ein Probstey, mit besundern gnaden und wi#erden, als wir daz besunnen haben, der uns die miltichleich gewert, als an den briefen seiner heilichait, wol chumper ist, Darumb und wir ingenomen heten mit wunnsamen (?) gemu#et, die pebstlichen breif seiner heylichait. Da vragten wi#er Rats, unser freund und undertanen, die hochgeporn Kathrein unser gemachel Fridreichen, Albrechten, und Lewpolden, u#enser Pruder, Kathrein und Margreten unser Swester, vrow#wn Agnesen weiln Chuniginn ze ungern, der got gnad, unser Pasen, hern Karln ro#emischen Kayser den vyerden, unsern Sweher, hern Ludweigen Chunich ze Ungern, unsern lieben Pru#eder, margraf Ludweigen von Prannbruch unsern Ohem, und Herczog Meinharden unsern swager, seinen Sun seligen, gedechtnitzz, Rudolffen und Wentzla Pru#eder Herczogen ze Sachsen, herczog Stephan von Payrn Pfalczgrafen pey Rein, Stephan und Fridreich sein Su#en, unser lieb Ohem, und all geistlich und werltlich fu#ersten, Patrierchen, Erczbisscho#ef, und Pischof, Abpt, Prelaten, und all Phaffhait, Darnach all Margraen, Phalczgrafen Lantgrafen, Grafen, freyn, dienstlawt, Ritter und chnecht, Pu#ergrafen, Purgermasiter, Purger, und Stet gemainlich die ze unsern Landen und ze uns gho#eren, mit allr der Rat wi#er uber ain wu#erden, anch gelgenhait der Stat und des grozzen paws, des wir an diselben Stat mu#et heten ze stifften, Und besunderlich nach der Rat, Lewpolts des Sachsenganger, ze den zeiten Pharrer ze Wyenn, und der gemain der Stat daselbs, von Wyenne,Haben wir diselben stifft, mitsampt dem Paw#e und mit den wirden und eren, die der vorgenant unser heyliger herr und vater der Pabst und wi#er darzu gegeben haben, und fu#erbas darzu#e geben wellen, gelegt in die Pharrchrichen ze sand Stephan ze Wyenn Pazzawer Pistums, unsers Lehens, die fu#erbas genant ist ze allen heyligen, wan daz mit etlicher underbeisung, unsers sume von dem almechtigen Got geschehen ist, wan die vorgenant Stat der ersten stifft gar ze chlain und unvervenchlich darzu wer gewesen, Seid die Lawt daselbs ze wyenne gots dienst in der egenanten stifft, nicht als vollikchlich mochten volpracht und volfu#ert haben, als in der egenanten Pharrchirchen dar inn wir unser begrebnuzz erwelt haben. Daruaf paten wi#er aber, noch der vorgenanten unserr freunt und auch unsrr vorgenanten getrewn undertanen Rat, den egenatne unsern herren und vater herrn Innocentium den sechsten Pabst dy#emutichlich mit andacht daz er geruchet ze legen undze uberseczen in di vorgenant Pharrchirhen alle gnad, und verleichnu#ezz die gegeben waz, ze der egenanten Chappellen, nach sag und Lawte der Pebstlichen breif, und unsers willen, des wi#er ze Rat wu#erden als vorgeschriben stet, Do erhart uns der egenante usner herr und vater der Pabst usner pet gu#etlich und miltichleichen und verlech uns mmit seiner gu#etichait die vorgenant unser pet Wan er uns pei seinen zeiten chainer pet nie entwert hat, und enphalich uns miltichleichen mit seiner vetterlichen gunst, Daz wir verschreiben hiezzen, die Ordnung und Sczung gancz und gar, als wi#er die haben wolden, in der egenanten unserr stifft, wie diselben stifft sten und beleiben solt, in allen sachen, und daz wi#er die Saczung und Ordnung dann fu#er in prechten So wolt er es besteten, und ausrichten und emphelhen dem Bisschof von Gutk, dem Bisschof von Laventh und dem Abpt dacz den Schotten ze Wyenn, und so wie#er der Ordnung und ewigen geseczt u#berain ko#emen, nach Rat gelerter und weiser Phaffen und Layen, uals die stifft ewichlich sten solt, und diselben ordnung und saczung, mit Erbirdiger potschaft senden wolden ze dem aller heiligsiten vater und herren, herrn Innocencium dem vorgenanten sechsten Pabst; Do vernamen wir ma#er die unser Hercz betru#ebten, daz der vorgenant Pabst Innocencius Layder von dieser werlt verschaiden wer, und darumb di heylig Samnung der Romischen und der Gemainen Chirhen von den Cardinelln erwelt hieten, der heyligen Christen hiat ze einem Pabst, den ubertrefent wol gelerten und wirdigen herren Urbann den fumften Pabst unsern genedigen herren und vater, des wir u#ens ser fraw#eten, nach dem vorgenante Layd, wan wir uns versachen ve#atterlichen gnaden, und besunderlicher gunstichait, von demselben usnerm herren und vater, hern Urbann dem fumften Pabst, und sanden unser erber Potschaft, mit vleizziger gepet ze dem egeanten unserm herren, hern Urbann dem fu#emften Pabst, und paten sein miltichait daz er uns liezz vinden vetterlich gnad an seiner ho#ech, als uns gewent het herr Innocencius sein vorvoder Do sach an der vorgenant Pabst Urban unser andechtigs gepet, und liezz uns vinden an seiner heilichait gunst und willen ze aller unser pet und begier, vollikchleicher dann wi#er an in begerten Und gab durch unser pet willn den egenanten Bisschoffen und dem Abpt von Gurk von Laventh und dacz den Schotten ze wyenne, daz si unser pet mit der egenanten stifft, nach usnern willen und mainung genczlich volfu#erten, nach den briefen hern Innocencii des sechsten Pabsts, seins vodern, und nach den seinen, Und darzu#e nach unserm willen als di brief lawtent di derselb Pabst Urbanus daru#ber gesantt hat, und ettleich uns geschriben mit seiner aygen hant diselben brief wir enphiengen mit grozzer fraw#eden und begier unsers herczen, und mit inprunstiger lieb usner volfu#ern derselben sach, und dankchen dem almechtigen Got und seiner muter Marie i#erer gnaden dza si u#ens darzu#e erwelt habent, daz wir in damit dienen sullen, Und heben an di egenante stifft in namen des vaters des Suns und des heyligen Geystes, mit der hilff unser Vrowen und aller Gots heyligen und Engel, Des ersten stifften wir in di vorgenant unser Pharr ze sand Stephan ze wyenn#e di fu#erbas ewichlich genatn ist dacz allen heyligen, ain fu#erstlich stifft in den eren der heiligen drivaltichait und des Chostpern leichnamm unsers herren Ihesu christi, der aller heiligisten mayd marie go#ts mu#eter und aller heyligen und Enel, die haben sol einen gefu#rsten Probst, und vier und zwainczich Chorherren, in der zal begriffen sey ain Gu#ester, ain Techent und ain Senger, und Sechs und zwainczich Chappellan, der zwen den Probst dienen sullen, und den andern Chorherren igleichen ainer, die mit besundern Gu#elten und Chosten besargt sullen werden, als hhyenach geschriben stet, Des ersten sol ie#arihlich haben der Probst, von der Pharr und sust von unserr gab Tausent Sechs Hundert Guldein gelts, ze seiner besunder nu#er alain, er da von begen sol, den Iartag aller Selen, und Holczs in dem Tumhof genu#eg als an dem brief begriffen ist, den wir im u#ber di egenanten sein Gult geben, Darnach sol haben der Gu#oster, Anderhalb Hundert Guldein, ierlicher Gult, ze seiner besunderr Darnach der Techent auch anderhalb Hundert Guldein ze seiner besunderr, Darnach der Sanger Anderhalb Hundert guldein, ze seiner besunderr auch ierlicher gu#elt, Und der ubrigen igleicher Chorherr ainer Hundert Guldein gelts, und igleicher Chappellan vi#erczich guldein gelts, ierlicher gult ze seiner besunderr, und di Gu#elt alle so man raichen von den Gütern di#e wir in darczu#e ge aygent haben, als die brief sagen, die wi#er in daruber geben, Darczu#e sol man dem Guster, Techant Sanchherren Chorherren und Chappellan ygleichen geben sein phru#ent, an ezzen und an Tranch in der mazz und von den Gu#etern, als di brief sagent, die wi#er daru#ber geben, Doch also daz si den Iartag unsers Todes davon geben, nach sag derselben brief Auch mag der vorgenatn Guster, Techent Sankcherr, Chroherren und Kappellan haben ain Gotsgab, der besargnuzz der Sel, und ander Go#ets gab an sel; Mit der beschaidenhait, wenn si deiselben Go#etsgab emphelhent, daz an denselben Steten Go#etsdienst in dhainen sachen geminnert werde, Auch hat usner heyliger vater der Pabst, her Urban, der funft gepoten, daz der Probst der Guster der Techent, der Sanchherr, und di Chorherren all gemainchlich tragen sullen ob ir#em undristen gewant ainen raten weyten langen Rokch, uncz auf den fu#ez, und uncz auf die hant, und rat hosen, uber denselben rokch gelgt ein weizzes hemd von leineim Tuch ainer spann chu#erczer dann der Rokch und umb di Ermeln die en, sein sullen vier vinger gaz genant ist ein Rukit Daruber einen mantel var offen genant ein Chappen, und nach sit der Cardinel, der auch rat seinsol, der hab auf der Tenken seiten ein guldein Chraw#ecz, daz an der leng und entwerchs hab, ein vollige manns Spann, und an der Prait zwair vinger ze einer gedechtnuzz des plu#ets unsers herren Ihesu Christi, daz uns erledigt hat von dem ewigen To#ed, Und ze einer gedechtnu#ezz der weizze, und aller heyligsten Ern der Himlischen marie go#ets mu#eter undze ervollung der offenwe#arung und lo#eblichen wi#erden, des heiligen Christenleichen gelaubens mit dem chraw#ecz, dalso, daz si aus demselben gewant, wenn si nicht plas, und an irr ain sein ze dhainen zeiten nimmer cho#emen sullen, Si mu#egen aber u#ender demselben gewant tragen Pelcz Chu#esen und seydeiner Tuch, nach gelgenhait des Iars, an hicz und an Chelden, Wer auch daz die vorgenanten, Probst Guster, Techant Sanchherr, oder Chorherr ze dhainen zeiten ausraisen mu#esten,und wu#erden u#ber velde, so mag ir igleicher gefu#ern, raisgewant mit Stivaln, Sparn, Gu#egeln, Huetln, Ro#ekchen, gemainen menteln, daz doch alles rat sol sein, und der mantel beczaihent mit dem vorgenanten guldeinen Chrawcz, als im daz aller nu#eczist ist, doch also daz di zaichen des heyligen Chra#ewczs, vonin nicht cho#emen, und auch dhain messe hor noch tagczeit sprech an daz vorgeantn hemde, genant Rukit, Ist aber daz er in gots dienst stet, oder sit in seinem Tum oder in andern Chirchen so mag er tragen aller lay messgewant, Gaseln, Alben, Stolen, hantvanen Umbaral, Seubtil, Dalmatig oder Chorchappen, als dann der jGots dienst vodert, den Er begennd ist, und mag di weil wol abtun di Chappen oder den mantel, Auch sol der Probst, swenn Er in seinem Chor oder in andern stifften desselben Ordens ist, tragen ain Hermlein hauben, und ein Byrret, und der Guster, der Techant, und der Sanchherr weizz wemlein Vech hauben, di Chroherren Ruk vech hauben und die Cahppelan Medrein Hauben als gemainchlich diselben hauben uaf den tumen gestallt sind, Wer aber daz der vorgenant Probst Guster, Technt, Sanchherr, oder Chorherr dhainer an der vorgenanten gewant ains oder mer, u#eber di vorgenantn urlaub funden wu#erd von ainem oder zwain Chorherren, oder von zwair oder dreyr kappellanen, und die daz sagen pey der gehorsam, die si der heyligen stift getan habent, denselben sol man pezzern damit daz er darnach di nasten drey freytag wazzer und prat vaten sol und diselben drey wochen sein phru#ent an ezzen und an trinkchen, hable, und an den egenaten drin freytagen gar, geben durch Got Armen La#ewten, Darnach di Sechs und zwainczich Chappellan, sullen tragen Phe#asslich gewant mit Menteln und mit Ro#ekchen und mit hosen und mit Gugeln, daz praw#en sey, Und swenn si sind in i#erm oder anderr irs Ordens Goczhawsern und Klsotern, oder in andern Go#ets diensten, so sullen si tragen Chorrökchel oder solich phessleich zier und Messgewant als vorgeschriben stet, jAuch ist gesactz, dasl vor, daz der Probst der Guster der Techent der Sanchherr di Chorherren und die Kappellan gemainleich aus dem umbvang des Tums des Vreythofs und Tumhofs nymmer ko#emen sol ze chainen zetien, es sei denn daz der Probst urlaub hab des Gusters oder des Techants, oder des Sanchherren, Aber der Guster der Techand der Sanchherr die Chorherren und die Chappellannen sullen allweg Urlaub nehmen, und willen haben des Probsts oder wen er an sein stat seczet, mit namen an die stat, da sie mu#et hin habent, Ausgenomen der Probst, mag umb notdurft der Chirhen undi#err Gu#eter, und nach vadrung des herzcogen wol an urlaub aus varen und die notdu#erft  volfu#ern, Es mag auch der Guster der Techand der Sanchherr, die Chorherren und i Chappelanen si all gemainleich, oder igleicher sunderleich, an urlaub in gots dienst wol aus gen, und in demselben gotsdienst wider haym, daz ist mit jChrawcz gen ze vigili gen nach toten gen, mit gosleichnamm gen, mit dem heyligen O#el, und siechen Law#eten ir pricht ze verhoren und heyrat stifften undze gehem Tauffen, und senn der herczog von O#esterreich si besundet und i#er bedart, Auch sol der Probst der Guster der Techant der Sanchher, di Chorherren und die Kappellan dhainerlay waffen messer Sert oder Gu#ertel noch cholben Spiezz nicht tragen noch fu#ern, denn ein chlains stumphs schaidmesser, do er im ze tisch mit sneid, Ausgenomen der Probst mag fu#eren tragen und prauchen ze not seiner Chrichen und ze dienst seiner herschaft von Oäesterreich und ze hilff Christenleiches gelaubens alle Ritterleiche wer und harnasch daz er auch prauchen mag, in demselben sachen, Es sol auch der Probst die Gericht uber den tod haben und verleihen sein und seins Goczhawses Richtern uber sein und seins Goczhawses Gu#eter als die brief sagent di wir daru#ber geben, Durch das fu#erbas erchant werde, die innerist begier unsers herczen haben wi#er aufgeben ettleich unserw aygner Gu#eter und herschefft der egenant unserr stifft, und in eren aller heyligen und haben die fu#er uns und fu#er unser nachko#emen ewikchlich ze rechten Lehen her wider enphangen und diselben stifft darzu#e ge eret, mit sundern Eren, als di brief sagent, die wi#r daruber geben. Auch hat der aller Heyligist unser genediger herr und vater her Urban Pabst bestett und verhengt, daz wir und all unser Nachkomen und besunderlich der eltist fu#erst in O#esterreich der dasselb Erbi#erdiges Lande von recht erbet undhat, leihen sol der Chappellanen Phru#ent alle der Chorherren Phru#ent alle der Gustrey Techney Sanchmaistrey, und di Probstey, doch solchen Law#eten die wirdich gu#et, und Go#etleich darzu#e sein und die Priester sein und inner Iars vrist priester werden, des si swern sullen, aber die Probstey Gustrey technei Sanchmaisterey sol man nur verleihen nyeman den der Chorherren oder Chappellan ainem Wir und unser nachkomen su#ellen aber di Lehenschafft, di wir haben von der egenante stifft, nicht emphahen von dem Probst daselbs er sei ann bestett und geseczt in seinen Sut#el,so sullen wi#er und unser nachchomen es emphahen swenn der Probst stet ob dem Alter Chnyend mit Siben Raten Vanen und mit gerakchten henden, uns ullen im dann geloben pey trewn an aydes stat, sein und seins Goczhawses frum ze werfen und schaden ze wenden un im gewalts un unrechts vor ze sein, wider aller menichlich nyeman ausgenomen und nyeman ge helen noch helffen, noch selber nichts ze tu#en noch tu#en lazzen, damit der egenant stifft ze allen heyligen an irn Law#eten Gu#etern freyhaiten Rechten Heyltum Chlaynaden wirdichait noch gaistlichher zucht ymmer gechrencht werde, werde ubm vil noch umb wenich, als di brif sagent di wir daru#eber geben, Auh haben wir uns und unsern nachkommen wichlich di vogtey der egenanten unserr stifft und Probstey ze allen heyligen uber die stifft und alle ire Gu#eter wo di gelgen und wie di genant sind dye si ytzunde habent und hernach gebinnent also daz nieman hoherr noch nyderr Phaff oder Lay dhainerlai dienst noch vogtrecht u#eber die egenanten u#enser stifft und ire Gu#eter haben sol sunder daz si uns, ze vogtrecht davon u#ens undunsern nachkomen, ze vogtrecht dienen und raihen die chlaynat und daz gelt nach sag der brief, di wir In undsi u#ens daru#ber gebent, Es hat auch der vorgenant unser genediger herr und vater her Urban der fumft pabst diselben unserr stifft entzoen mit allen i#ern Handlungen und geschefft dem Erzbischoff ovn Salczpu#erch und dem Bisschoffen von Pazzaw#e in der Pistum si gelegen ist, und hat si an mittel ze dem Heyligen Pebstlichen Stu#el geczogenn, und behalten, Und davon derselb Probst von allen Heyligen ze Wyenn alle Iar an sand Peters und sand Pals Tag dienen sol in die Pa#ebstlichen Chamer ainen vyrdunch l#etiges Goldes, der Sechczehen Guldein, wet ist, ze ainem zaichen daz diselben usner stifft an mittel gehor an den Pebstlichen Stu#el, und Erczbisschof noch Pischoff noch yeman ander damit sull ze schaffen haben, sunder der Pabst, der aoch bestetter ist, des egenant unsers Probsts, oder wenn er es emphilhet an seiner stat, Ausgenomen die Pharr mit Pherrlichen rechten, daz ist begrebnuzz O#elung Peicht, Goczleichnamm geben Chind tauffen, to#eten ze begraben heyrat stifften, die sol der egenant Probst emphelhen ainem Priester des Ordens oder Chappellanen ainenm, wleher im darzu#e gevellet, den dan der Bisschoff von Pazzaw#e an wider rede besteten So. Auch hat von sundern gnaden, der vorgenant unser seligerr vater der Pabst, verhenget und geben,d az der Probst dieser stifft ze allen Heyligen ze Wyenn Gosts dienst begen sol und mag, mit Infel Stab, und anderr Bisschofleicher geczierd Nu seczen wi#er den stant des Probsts, der Amptherren Chorherren, und Chappellanen also, der Probst so sten hinden in dem Chor in der mitt gelich gegen vron Altar, Ze der rechten seitten des Probsts sol haben die ersten stat und besundern Stu#el der Guster, Zu der Tenken seitten des Probsts sol haben di ersten stat und besundern Stul der Techant Mittenin dem Chor pey demselben Letter sol haben ainen besundern Stu#el der Sanchherr, Diselben drey Amptherren, der Guster der Techant und der Sanchherr sullen sten pey gotlichem dienst mit langen sta#eben dar auf oben Chrukchen und Chrawcz sten, Die andern Chorherren sullen halb sten zze der rechten seiten und halb ze der Tenken seitten des Probsts in den gro#ezzen Stu#eln. Vo den in den minnern Stu#eln sullen sten die Chappellan halb auf ygleich seitten, und da singen und volpringen daz Goä#etleich Ampt. Wer da singet di Drew Ampt, als hi#enach geschriben stet, der sol haben ainen Ewangelir und Leczner, auch Chorherren ze fro#enampt, und ze andern Ampten Chappellannen di an sullen haben Subtil und Dalmatig und da pei auch sten sullen zwen Chappellannen, in Chorchappen di da haben zwen Sta#eb, oben mit Chnauffeln, ze hochczeit, Also sol teglich und hochczeitlich di Ampt begangen werden, Es sol auch teglich und no#etichleich gesungen werden, mit lawter und hoher stimm ze rechten zeiten als es geseczt ist, ze Metten ze Preym ze Tercz ze Sext, ze Non ze Vesper und ze Copet alle tagczeit als es der Tag dann su#ehet, Und nach igleicher Tagczeit sullen Si sprechen mit hoher stymm di Tagczeit unser vrown, der Himlyschen Mayd Marie, als dann die vorderr Tagczeit ru#ert, und diselben Tagczeit ygleiche sol beslozzen werden, mit ainem helen gesankcheiner Chu#erczen Antiphen von unser vrow#en, Ausgenomen den Tagczeiten ze Metten ze Non und ze Vesper, die sol man besliezzen mit der Antiphen Salve Regina, Es sullen auch die drew pet, die unser leiber fu#erst und Kanczler, her Iohanns Bisschof ze Brixen geticht hat, alle tag Lawt gelesen werden, aine ze Metten aine ze Tercz und eine ze Vesper. Auch sullen alle tag in der egenant unserr stifft und Chrichen gesungen werden mit lawter undhoher stimm, drew ganczer Ampt, ains nach der Preym auf unser Vrow#en Alter, von unser Vrow#en, daz nymmer sol verchert werden, Daz ander Ampt sol man singen auf Go#tsleichnamm und unser Vrow#en Alter, der do stet auf unserm Grab, nach der Tercz, An dem Suntag von der heyligen Drivaltichait an dem Mantag von allen Seln, an Phincztag von Go#etsleichnamm, an dem Eritag und an dem Mitbochen an dem Freytag und an dem Sampstag von allen heyligen Nach der Sext sol man singen auf vroualter fron ampt als es dann gevellet von dem Tag, und Non und Vesper und Compet und Metten ze i#ern rechten zeiten als vor begriffen ist, Und waz man gefru#enter ampt oder Selampt oder Iarteg oder gefru#emt Tagczei begen will, daz mag man tu#en under disen Ampten und Tagczeiten auf andern Eltern in der Chirhen, Doch also, daz die gestifften Ampt und tagczeit icht oab gen, Es sol auch geordent werden, daz alle Tag bei den Tagczeiten und Ampten sten, und singen drittail der Chorherren, Und drittail der Chappellanen, und ze demn zwain Ampten sullen teglich gegnbu#ertig wein vier und zwainczich Schuler, und ze dem Hohen ampt, un dze der Vesper, Schuerl so der maist gesein mag, doch hinder Dreizzken nicht Su#est ze den gemainen Tagczeiten pey dem Tag sullen sein zwlif Schu#eler, Aber an den grozzen hochcczeiten, daz ist an den Weihnacht Tag, an dem O#estertag na dem Phingstag, an aller Heyligen Tag, an aller Seltag, und an unser Vrow#en Tag ze i#err Schidung, an Gostleichnamm Tag und an unserm Iartag, sol der Schulmaister der grozzen Schu#el mit ganczer universitet, der maister Studenten und Schu#eler pey sein, und helffen ze singen und umb ze gen, in der vorgenanten u#enserr stifft, und ander ding da volpringen als wir und di vorgenanten unser universitet daru#ber u#enser brief, der egenanten unser stifft geben, unsd sol chain Schu#eler beru#eren in di egenantnu#nser Schirhen ze allen Heyligen ze Go#elichen dienst an ein Chorrokchel, Ausgenomen di grozzen maister und alt Studenten, auf diselben vrist sol man singen mit aller Zier, Gela#ewtt und Scho#enhait und mit aller Chlaynat Proczessen und wi#erden als man ymmer pest chan und mag als daz, das ampt vordert, Und sol man auch ze solchen grozzen zeiten, ze Tagczeiten und Ampten Orgeln vollikchlich di Ampt, und grozzisten tagczeit und mit Gla#ewt und zier volpringen, Senn aber chu#emt ein Tag der heyligen die mit irm Leichnamen ru#ebent in der egenanten unserr stifft, ider ein ander Heylig den man vreyrt, sol man ouch mit orgeln un dmit herleichenm gelaw#et di Ampt und Vesper volpringen, und denselben heyligen Leichnamm mit lobleichen gesang, und herleicher zier umb tragen, Sust all heiligen sol man eren, mit lob und mit gesang an i#rn Tagen, als daz pilleich ist, Es sol auch ge ordent werden, daz in der vorgenanten stifft, alle tag gesprochen und gesungen sol werden von den egenanten Personen dem Probst, dem Guster, dem Techeant, dem Sanchherren, dem Chorherren, und den Sechs und zwainczich Chappellanen, ain und fu#emfczich Messe, und der dhaine nymmer versaumt werde, und an dem Weihnacht Tag dreystund, als vil, Daz mag tu#en der Probst, der Guster, der Techant der Sanchher, die Chorherren, und Chappellanen, ob si wellent oder mu#egen, Welher aber des u#brig will sein, vor notdurft oder u#erlaub des Probsts, oder der sein stat haltet ze beschaiden Tegen, der sol des Tags einen fromden Priester, geystlichen oder wertlichen haben, der des Tags an seiner stat di messe ervoll, Also daz mit nichte derselben messe dhaine abge oder versamt werde, wan wir daz mphelhen der Gerechtichait und dem Strengen gericht des Almechtigen Go#ets, Aber der Probst sol u#erlaub nehmen der egenanten dreyr amptherren ains, Wir seczen aoch, welich uner den Amptherren, Chorherren oder Chappellanen ge ordent werdent, ze go#etlichen dienst ze dem Tag oder ze wochen, an welich stet, und der denselben go#ets dienst, nicht volfu#ert, als er im empholhen ist, dhain saumung dar an tu#et, oder pey demselben go#ets dienst nicht wer, als oft daz geschicht, so sol man im des Tags sein phru#ent an Ezzen und an trinchen halbe nehmen und di eben durch Got armen Lawte, und er sol geben in die Puchsen ze dem Paw der Amptherr zwelif der Chorherr zehen, der Chappellan acht wienner phenning, und als offt er desselben Tags, daz mer tu#et, als offt zwi#er als vil sol er daz pezzern mit der egenanten Pu#ezz, von ainem Tag auf den andern, Wolt er aber u#eber drey tag davon nicht lazzen so sol man in ze der pu#ezz pezzern und pu#ezzen mit der egenanten Pu#ezz al umb daz gewant. Wir mainen auch ob der Probst, Guster, der Techent der Sanchherr, die Chorherren die Chappellanen, chainer verschied, swaz si denn hinder in lazzent, so daz in unsern Landen leit oderbehalten wi#ert oder anderswo waz Varunder Chlaynat ist, es sein von Silbergeschirr heftel, vigerl, Perl Edel gestain Pucher Messgewant Chelich und all ander Chlainat, daz daz alles gevallen sol in die Gustrey ze zi#er der Chirhen dar an diselben Chlaynat gelgt und behalten sol werden, Aber waz phenning wein Getrad, Gewant Petgewant oder dhainerlay anderr sach wie di genant ist Varunder oder lygunder Gu#eter di mag er schaffen durch seiner Sel willen oder seinen freunden dyenern oder swem Er will, an alle irrung und hindernu#ezz doch also daz er di egenant stifft mit etwe bedenkch, daz an im sol sten. Ist aber daz der vorgenant Probst Amptherrn, Chorherren oder Chappellanen dhainer verschied an geschefft, so sol der Probst di Amptherren, und das gancz Capitel all sein hab ligund und varund in nehmen, und davon der Chirhen di vorgenanten Chlaynat raichen, und daz u#ebrig tailn in der tail, den ainen Tail seinen freunden, den andern seinen Geltern ob er gelten sol, Sol er aber nicht gelten, so geb man denselben Tail auch seinen freunden, Ist aber daz er weder freunt noch gleter hat, so sol man diselben zwen tail, mitsampt  dem dritten tail an legen, in Gotsdienst und geben durch Got und seiner Sel willen, als dann daz ancz Capitel aller go#etleichist tunchet nach i#err gewizzen, Auch mainen wi#er, daz alles daz Heyltum und Chlainat daz an dasselb Heyltum geslagen ist, oder geslagen wi#ert daz yeczund in der egenanten u#enserr stifft ist, oder hernach chu#emt behalten werde, an einer Gewizzen und gewerlichen stat, di stat verslozzen sol sein mit starkchen Tu#ern und slozzen dar zu#e gehorn zehen Slu#zzel besunder, ze besundern slozzen daz ainer des andern sloz,nicht entsliezz, Der Slu#ezzel ainen haben sol der herczog von O#esterreich, oder der seinen Gewalt hinder im hat, swenn er ausserhalb der Stat ze wyenn ist, den andern sol haben der Probst der egenanten stifft, Den dritten sol haben der Guster, den Vierden der Techant, de fu#emften der Sanchherr, Den Sechsten und den Sybenden haben sullen zwen di eltisten Chroherren in dem Orden, den Achten und den New#enden haben sullen zwen di eltisten Chappellanen an der Phru#ent, Den zehenden haben sol der Rat von der jStat ze Wyenne, jAlso, daz diselben behaltung des heyltums nymmer ge offent  werde, an der vorgenaten behalter der Sluzzel willen und wizzen, daz auch nyemmer verczogen sol werden noch gesaumt, swenn man daz o#effen sol durch Gocz dienst pey dem Pann, darnach sullen si haben einen Sagrer, dar inn behalten sol werden, di reichen und Chostper Infel, Stab, Messgwant Chorchappen Subtil Dalmatig Chelich Ampull und Cherczenstal und ander Chostper Chlaynad der Chirhen, Darzu sol gehorn Sechs Sloz und Slüzzel, die haben sullen ainen der Probst, ainen der Guster ainen der Techant, ainen der Sanchherr und ainen der eltisten Chorherren, der di ander stat in dem getu#el hat, und ainen der eltist Kappllan, der di andern stat haltet in dem Gestu#ell Es sol auch di egenant sifft haben vier Insigel, Daz ain sey des Probstes, damit er wandeln mag wi er will, und daz allweg sol verchert werden anach namen des newen Probsts, und ein chlaines sentt Insigel, daz auch sol sein sein, Daz Captel sol auch haben zwai Insigel ein grozz umb Ewig und groz sach damti bestetten und versigln, das behalten sol werden in ainer besundern truchen mit drin slüzzln. In der Sperr des egenanten sagrer, pey den Chlaynaden, und diselben drey Slüzzel sullen inn haben drey Chorherren, di der andern Slüzzel dhaynen haben, die dann alle Iar ye ander die dann daz Capitel darzu#e erwellt, ze geleicher weis sol behalten werden, indem egenatnen Sagrer, Auch innerthalb aller Sperr, all bri#ef und Hantfesten die do sagent u#ber daz Goczhaws, stifft, wi#erd, Er nu#ecz, Gu#elt freyhat Recht, si sten dem Probst, den Amptherren, den Chorherren den Chappellanen von wem si ge geben sein oder werdern, in ainer besunderr Almari do auch drey Slüzzel zu geho#ern di auch behalten sullen werden, von den egenanten drin Chroherren, dann daz chlain Insigel sol behalten werden von ainem Chorherren, den alle Maneyd daz Capitel darzu#e erwellt, Und darunder sol nichts versigelt werden, denn gemain Potschafft, und hinden In daz Grozz Insigel gedrukcht werden, wenn man daz an hengt. Es sol auch dhain brif mit demselben Insigel versigelt werden in haben dann verhort alle di chorherren, di mdann ze der zeit sind auf derselbsn stiftt. Man sol auch chainen Chorherren Probst, Guster Techant oder Sanchherren, in nehmen er geb dann er ze der egenanten stifft ein Chorchappen, der Probst aine di zwelif phunt phennig wert sey, Der Guster ainew di New#en phunt wert sey der Techent und der Sanchherr, ygleicher ainew di auch New#en phunt wert sey, und ygleicher Chorherr ainew di Siben phunt wert sey, Auch sol daz hochampt auf dem vro#eu alter nyemant singen denn ain Chorherr, di andern Ampt wie vil der wi#ert mag singen ein Chorherr oder ein Kappellan, oder ainer den si darzu#e nement. Es ist auch gepoten und gesaczt, waz Ampt die Chorherren haben sullen,und waz in diselben Ampt gho#ert. Des ersten ist des Gusters Ampt, daz er haben sol die slüzzel ze dem Heyltum und den Chlainaden, zu#e den Chlostpern Messgewanten und zier der Chirhen, zu#e den Insigeln des Capitels und zu den Hantfesten und brifen der egenanten stifft, als vorbegriffen ist, Er sol auch inn haben alle di Gu#elt di do geho#erent ze der Chirhen umb Iarta#eg Ewig messe, Liecht Ewig und Teglich, und all teglich nucz und oppher von bevild, von begrebnuz, von den Glokken, und von alle dem daz da gevallen mag, von teglichen nu#eczen wie daz genant ist, und auch die Gu#eter die wi#er oder yeman ander gebent, in di egenanten Gustrey, und sol er davon die Chirhen belauchten, mit zier mit Vanen, mit umbhengen und mit Paw#e, an allen stukchen besargen nach Lawt des bri#efs, den wir daru#ber geben, und sol auch verbesen und besargen, und inn haben den Alter Goczleichnams, der auf unsrn Grab stet, und davon begen die hochzeit Goczleichnamm und ander Chreuczgeng als auch in den vorgenanten unsern briefen pas begriffen ist. Er sol auch inn haben die Librey und sol di besargern mit allen sachen wie wol daz ist daz ein igleich Chorherr darzu#e hat, daz er dar in gen mag swenn Er will. Aber an der Chroherren oder Chappellanen Aynen sol dhain fro#emder hin In gelazzen werden, Des Techants Ampt ist, daz er hab die Slüzzel als der guster ze dem Heyltum ze dem Chostpern Messgewant und der zier der Chirhen, zu dem Insigel des Capitels, zu den breifen der stifft, als auch beschaiden asit, und sol ausrichten den gotlichen dienst, daz der ganz und gar, an pruch und an auf ho#erung volpracht werde, und auch ge ordent nach go#etlicher odenung, von wochen ze wochen, welher den oder disen go#etlichen dienst volfu#ern sol, und daz nyeman da wider sey, bey dem Pann und desselb sol er schreiben von wochen ze wochen auf die Tauel di do hanget in dem Capitel dasselb Captel sein sol auf der alten Parchirhen, daz wi#er ze einem Capitel Haws mainen und sein sol, Darzu#e sol er inn haben und verbresen u#enser vrow#en Alter ze der rechten hant, Des Sanchherren Ampt ist daz, dza er auch haben sol die Slüzzel, in eleicher weis als der Guster und Techant, ze dem Heyltum, ze den Chlainaden, zu#e der zier, zu dem Chostpern messgewant und der zier der Chirhen, ze dem Insigel des Captels, zu den brifen der sitfft, als vorbenant ist, Er sol auch inn haben di Orgel, und damit orden gotlichen dienst,d ze begen und achten,d az das gesanch ze gotlichen dienst ordentlichen genczlichen und Lobleichen volpracht wird, so man ymmer pest und schönist mag, wan des unser erloser der almechtig Got wol wert ist, und sol auch die Processe richten und orden, daz die all zeit ordenlichen volpracht werde, Er sol auch innhaben und verbesen, den alter der heyligen zwelifpoten ze der Tenken seiten, Des Probsts Ampt ist daz er auch sol inn haben die Slüzzel, ze dem Heyltum ze den Chlainaden, ze den Chostpern Messgewanten, und der zier der Chrihen zu dem Insigel des Capitels ze den brifen der stifft, als vorgeschriben stet, Und sol auch o#ebristen gewalt haben, u#ber die Amptherren u#eber die Chorherren, und u#ber die Chappellan, daz er die alle ordenen, richten und weisen sol, daz ordenlich und geistlich zucht und werch, inderselben stifft behalten werde, und Si all gemainleich und i#er yklich sunderlich pezzern mag umb sein mizzetat, si sey chlayn oder gro#ez, Und auch sehen sol in allen Ampt der Chirhen, in die Gustrey in di Technei undin die Sanchmaistrey daz da die Ordnung behalten werde, als vorgeschriben, stet, Und wo in daucht, da gotlicher dienst und geistleiche zeucht und der chrihen ncuz nicht wol bestifft wer, daz sol er pezzern und wenden nach seinem willen, als er des gepunden ist, Er sol auch vollen gewalt haben, ze sehen ze alle den Gütern und gülten die di stifft hat oder hernach gebinnet si gehor in an oder di Amptherren, oder die Chorherren oder die Chappellan, ze i#ern Phru#enden und gulten oder z#e der Chirhen, daz da ordenleich inn gescheh und als nuczleich inn gehabt werde, daz den Gu#etern allen uverdarbenleich sey, und der stifft aller nu#eczist, und sol man im dar inn gehoe#rsam sein, Wi#er haben Im ouch ze besundern eren der stifft, Im und seinen nachkomen di#e wi#erdichait geben, daz er des Landes O#esterreich ewiger und obrister Erczchantzler sein sol und ist, Und des ze einer urkunde, sol daz Haws der Chantzley, von im sein in phleg weis, Und sol man Im wer ye ze den zeiten unser hofchantzler ist, Im alle Iar davon raichen und geben an dem Weichnacht tag ayn Vingerl daz dreye guldein wert sey, Und sol sich auch u#enser Hofchantzler Schreiben, Chantzler an stat des Probsts ze Wyenn#e, und sol sich derselb Probst Schreiben also, Wi#er von go#ets gnden Probst ze allen Heyligen ze Wyenn Erczchantzler ze Österreich, Wie wellen uach daz er den ayd der Amptherren Chorherren und Chappellanen in nem auf dem vro#u alter, den si swern sullen ee daz er sew bestett, und der sol sein mit disen warten, Ich vergich willichlich sta#et ze haben alle di Ordnung die an disem brif geschriben stet, und genczlich volfu#ern und der Chirchen hye ze allen Heyligen nucz und frumen Er und gefu#er werfe und i#ern schaden wenden, und ew meinen Probst gehorsam ze sein, und dem Lande, und dem Herzcogen getrew#e ze sein, inallen sachen, und di sach ze versweigen die in dem Capitel haymleich geret und getan werdent, und auch nicht ze versweigen ob ich chainen Hahen oder nidern des Tu#ems vinde an unchauschen steten oder ta#eten, und darumb ze sagen di ganczen warhayt, des pit ich mir also Got ze helffen, und all sein Heyligen, In geleicher weis, auch sol der Probst denselben Ayd tu#en den drin Amptherren, ee daz er geseczt wi#ert, auf den Stu#el und auf den Alter, Es ist auch gepoten ob daz wi#er, daz der Probst der Guster der Techant der Sanchher die Chorherren und di Chappellanen yr ainer oder mer funden wu#rden, an unchauschen stete, oder verspert pey fraw#en, oder an dhaienn steten, die versechleich sind, po#esen und unchau#eschen tete, und werchen, von ainem oder zwain Chorherren, und zwain oder drin Chappellanen, oder ainem Chorherren, und ainem Chappellan demselben sol der Probst var offen Chapitel auf seczen, die Pu#ezz, daz ist daz er vaten sol, Syben Freytag wazzer und Po#et, undin denselben Siben wochen, so man im sein phru#ent halbe nehmen, und an denm egenanten Freytag gar, und geben durch Got armen Law#eten, und ol die Siben Freytag alle tag sprechen einen Salter, und an dem Mantag in den selben Siben wochen Ain Vigili, des auch einigleicher gehorsam sol sein, und die auf in sagent die sullen daz tu#en pey i#err gewizzen, undi#err gehorsam, und sol in darumb furbas nyeman chainen has tragen, Es sol auch der Probst di Amptherren, di Chorherren und Chappellanen swenn in die phruent von den fu#ersten von O#esterreich, verlihen werden, und Er, des ersten in die Chirhen chu#emt, nider chnien vor Goczlechnam, und unser vrow#en alter, der auf unserm Grab stet, ze gegenbu#ert der Chorherren und Chappellanen, die dan bey der stifft sind, und sol legen sein rechte hant, auf daz heylig Chrau#ecz daz in demselben alter verbaricht ist, und sol sprechen diese warte: Ich  gelbo dem Almechtigen Got, in den Eren seins Heyligen Leichnam, und unser vrow#en sand Mareyn seiner Mueter Chausch und Rainchait, pey meiner gewizzen, und pey dem heyligen Pristerlichen Orden und pey meinen Trew#en an Aydes stat, und dann sol sol er in ingenomen werden nach dem Ayd, als voreschriben stet, Wer aber das yeman von dem Chor Amptherren oder sust und pey seinem weib, oder pei seinen Chinden oder Mu#emen wurd begriffen, daz dar an offens geschrai wu#erd, ob er dann da von chu#emt, so sol in der Probst ze der vodern pu#ezz versenden, in ander stifft des Ordens, oder gen Rom oder gen Ach, oder gen sand Iacob, damit er in ainem Iare, nicht haimung chomen, und sol di weil sein Nu#ecz und phru#ent gevallen dem Guster, ze dem Paw#e, Und sol er auch des gehorsam sein, Swas man aoch ze Iaregen und Pyvilden geit in di Oblay, wein Prat flesch visch oder all ander Ezzen Trinkchen und chost, daz sol der Guster Tayln, auf den Tisch der Chorherren ze anderr i#err phru#ent, halbs, und halbs dein Pharrer daselbs, den der Probst gesaczt hat, Aber allen andern dingen, sol man tu#en und geben an di stet als vofrgeschriben stet, der Probst di Amptherren Chorherren und Chappellanen, aus und in geunde der Chirhen sullen andechtichleich ir hende halden und neygen gen dem vro#w alter, der Probst sol haben ein besunder herleich Haws, dar inn er slaffen ezzen und trinchen sol, und sein wanung haben, der Guster sol auch haben ain besunder wanung, dar inn er slaff ezz und Trinch, Darzu#e sol der Techant auch ain wanung haben, dar inn er slaffen Ezzen und trinchen sol, Ingeleicher weis der Sanchher auch ain wanung haben sol dar inn er slaff ezz und trinch, Dann die andern Chorherren sullen haben ain Salffhaws under ainem Dach, das doch ygleichen sein Kamer besundert sey, und sein Stu#ebel gen der kamer uber, der Guster, der Techant, der Sanchherr, und die andern Chorherren undide Chappellanen sullen all Sunntag in dem Revent Ezzen und darzu#e an dem Weichnachttag, an dem Ebenweichtag und der dreyr Chu#enig Tag, an den vyer unser Vrow#en Tagen, an dem Auffart Tag, an Goczleichnamm Tag, an de Sunnbenttag an dem Chirichweichtag, an aller heyligen und aller Seltag, an sand Stephans Tag, und an sand Marteins Tag, Aber der Probst sol pey in ezzen an dem Weichnacht Tag an der dreyr Chu#enig tag, an dem Sunntag in der Vasten als man singet Oculi, ze einer gedechtnu#ezz der egenanten usner stifftung, an dem Antlas Tag, und sol auch den Amptherren und Chorherren die fu#erzz wachen ze der Mandat in der Chrihen, und der Guster den Chappellanen den sullen dienen der Techant und der Sanchher, und an dem O#stertag, an dem Phingstag an Goczleichnam Tag an aller Heylgien Tag an aller Seltag an der Chrichweichtag an unserm Iartg, der Probst sol an de Antlaz Tag ze abetn waschen den vrou Alter, und sust di Amptherren und Chorheren ygleicher seinen Alter, An dem Chalrfreytag sol haben der Probst daz fronmapt und der Guster und der Techane sullen ds Chraw#ecz fu#er tragen als her chomen ist, und sl der Probst di Amptherren Chorherren und Chappellane all Opphern und daz Chraw#ecz und pey grozzen hachczeiten Tagczeiten Chrawczgengen und Ampten sullen sein der Probst, der Guster der Techant der Sanchher di Chorherrren und Chappellanen, so ir maist mugen, an geverde, und da begen all schanhayt undzier, als daz pilleich ist, und so si pest mu#egen, Senn man auch gemainleich di Law#et bericht mit Goczleichnam in der Chrihen daz sol man tun auf Goczleichnams alter, der do stet auf unserm Grab, Wer aber des Volkchs ze vil, so mugen di Prie#ster di Law#et auf ander Eltern auch wol berichten, Senn der Probst di Amtpherren und di chorherren da haym auf irer stifft sind, so sullen si Ezzen allweg yr der amn in ainem Raten ezz Rokch, der auch ein guldein Chraw#ecz hab auf der Tenken seiten, den er elgen sol über daz Rukyt, und die Chappellan sullen Ezzen in irn phefflichen Rökchen, Aber auzzerthalb der stifft sol der Probst allweg denselben ezz Rokch haben, und dar inne Ezzen, Und di Chorherren mugen ezzen in irn Chappen oder mentlen, oder diselben Chappen oder Ma#entel umb sich slahen, Also, daz daz Chraw#ecz nymmer von in chom, Ser der wer der der egenanten unserr stifft icht enphromdet, i#err chlaynad, Heyltums Messgewant, Pu#echer oder chainerlay sach die ze den egenatn Goczhaws geistlich oder werltleich gehort er sei Phaff oder Lay derselb sol sein in dem Pann, Und sol in davon ny#emant ledigen denn der Probst, Auch seczen wir senn der egenanten herren ainer, er sey Probst Amptherr, oder Chorherr von dieser werlt verschaidet so sol man in begraben als einen Priester, sunderleich mit Infel, und mit Stab, als sein wirdichait ist, Es ist auch geseczt, ob der egeananten herren ayner, er sey der Probst Amptherren oder Chorherren, ze grozzer wirdichait choem wir die genatn ist auzzerhalb unserr stifft so sol er daoch nymmer geschaiden von demselben gewant, wan er uncz an seinen toe#d dar inne beleiben sol, es wer dann daz er sich durch Got in einen geistlichen Orden ergeben wolt. Der Guster sol von alle den Gu#elten und diensten di Er in nimpt ze der Gustrey alle Iar zwi#er Raittung tu#en dem Probst, Auch sol man alle wochen an dem Sampstag vor Ezzens, ain Gemain Capitel haben, der Ampherren Chorherren und Chappellanen, die dann ze dem aml da haim sind, in demselben Capitel man Orden sol, under den Chroherren und Chappellanen die Gocz dienst, die man begen sol di wochen und isleichen schikchen an sein stat, und das bczaichen in die Tauel, die in dem Captiel hante, als vorgeschriben stet. Wir seczen auch daz der vorgenatn Probst, Guster Techent Sanchher Chorherr oder jChappellan, dhainerlai Spil beginnen damit si phenning oder phennigns wert gebinnen oder verliesen mu#egen, weder mit In selber noch mit andern Law#eten, Auch sol man alle Iar, an dem andern tag des ersten Mayens, ain Gemayn Captiel haben, da pey der Probst Amptherren Chorherren und Chappellan all sein sullen die ze den zeiten pey der stifft sind, und sol man in demselben Capitel Chiesen schaffer und Amptlaw#et die ir zeins und nucz besargen und sammen, und ouch ander Amptlaw#t ze seczen die uber ir Gu#eter gewaltig sein, und die von Iren wegen haben und beschirmen Es sullen auch in demselben Capitel di Amptherren, der Pharrer und all ander geistlich und werltich Amtplaw#et phleger und schrimer, dem egenanten Probst Amptherren und Chroherren und Chappellan ancze raittung tun von alle dem daz si habent inn gehabt, der egeantnt unser stifft nu#ecz gült und ander notdu#erft in welher weis daz dar chomen ist, Man sol auch des Phincztags in den Chottemmern mit Selvesper und Vigili und des margens an dem Freytag mit ainem selampt auf Goczleichnamm alter, der auf unsern Grab stet, und umb daz grab stekchen zwainczich cherczen und vier wintliecht, druch hail willen allen gelaubigen seln, und sunderlich aller unser und der herczogen aller von O#esterreich getrw#en sol willen, und darumb sullen andrew Ampt mit nichte abgen druch der vorgenanten Vesper, und Vigili und des Selampts die fu#er sich sullen gesungen werden an underlas, Wir mainen auch daz mit andern Ordnung, vasten, peten, singen und lesen di egentn unser stifft sein sol, in dem Orden des heilgien herren sand Peters also daz si mit vasten noch mit ligen weder mit Ezzen noch mit trinchen nicht anders gehalten sol werden, denn als ander werltlich Tumherren. Seid der almechtig Got die genad auf uns gelgt hat und uns darzu mit seiner parmherczichait erwellt hat, Daz wir im solden stifften und pawn zwo lo#ebleich und nu#ecz stifft, der Christenhait aine mit dieser unserr stifft, da von er ewichlich gelobt sol werden, Die andern mit der grozzen Schul in unserr Stat ze Wyenn davon sein christenleicher gelaub gemert sol werden, Davon mainen wi#er Sind wi#er di baid stifft getan haben, daz auch diselben zwo stifft ewichleich, zu#e einanander in ainer verphlichtung und aynung beleiben sullen, und in wirden ainader halten, als di brif sagent, die darub#er von uns, und in gegeben werdent, jund daz dieser Statut, und ewige geseczt ymmer ewichleich fu#erbas also sta#et beleib, So stifften wir disen unser jTum und Statut auf die Chrafft und ewige beleibnu#ezz der heyligen wart gosts der alten ee und auch der new#en daz gehaizzen ist von Got, di heylig schrift, und als diselbig schrift, und christnleicher gelaub nicht lugwerlich ist, als war emphelhen wir diese getat, In die beschirmung der Goltichen gewalts, und versigeln die in die Chrihen der heyligen Christenhait, die gestifft ist auf daz pluet unsers herren Ihesu Christi, und Emphelhen dem obristen zwelifpoten sand Peter, mit den warten unsers herren ihesu Christi und davon piten und manen wir den Almechtigen Got als sein armer gescheph,daz er der wa#erlichen wart seins Go#etlichen mu#ends volpring indisen stukchen, also, daz di vorgenant unser stifft und Statut, ewichlich behalten werde und wer da wider ymmer getu#e und diselb u#enser stifft an Gutern Freyhaiten, Eren rechten wirden statuten gesaczten, und ordnung prech oder chrench, allichlichen aoder pey tailn, daz der almechtig Got, daz richt und pezzer hie und dort nach der gerechtichait, seins heiligen forchtsamen urtailischen Tag der ustand menschlichs geslechts, Und seid di yczgenatn unser stifft auch gestifft ist, in den Eren des heyligen leichnams Ihesu Christi und der lobsamen magt marie seiner mueter und aller goczheiligen und Engel so pit wir diselb unser vrow#en mariamein muter der parmherczichait, di getragen hat den gerchten Sun, des almechtigen go#ets von influzz wegen dez heyligen geist, daz si mitsampt allen gots heyligen und Engel pt den obristen herren irn sun Ihesum Christum, daz er diselb sach ahlt in seinem vetterlichen scherm und sterkch mit seine go#tlcihen chreften, und die, di da wider tuent, pezzer mit seiner almechtigen gerechtichait,und daz menschleiche chranchait, peidew gegnbu#ertig und chu#enftig dester pas wizz und bechenn die begier, die wir ze der oftgenanten unserr stifft haben, und ze ir Ewigen beleibnu#ezz, so haben wir und di vorgenant fraw Katherina von Peheim Chaiser Karls Tochter, unser Gemahel, und der Hochgeporn fu#ersten, Herczog Albrechts und herzcog Lewpolts, unser lieben Pru#eder, und Iunchfrown Katherinain begeben in sand Chlarn Orden, unser leiben Swester, unser aller Insigel gehekcht an disen brif, wan wr all geleichen Lon darumb von dem almechtigen Got, emphahen hoffen und gemainlcih gestifft haben, dieselben stifft, und haben auch gepeten di Erwirdigen va#eter, unser fu#ersten, hern Ihoannsen, Bisschof ze Gurk, hern Hairnichen Bisschof ze Lavent, und Abpt Clement z den Schotten ze wyenne, di unser heyliger vater Pabst Urban der fu#emft, darzu aus erchorn hat, di egenanten usner stifft ze volfu#ern, als di brief wol weisent di derselb unser heylgier vater Pabst urman und seier gedechtnu#ezz Pabst Innocentius der Sechst sein vorvoder, daru#ber geben haben, daz disew unsrew stifft und Statut verhorten, und ob es sew gercht daucht, bestetten mit irn Insigeln, an stat und mit gewalt des vorgenanten Pabst Urban des fu#emften, daz si auch getan haben mit verhorung und mit rechten recht und ze urchund ir Insigel dar an gehangen habent; Und ze mererr chuntschaft haben wir dis nachgeschriben Geczewgen darzu#e berufft von unsern Landen, di auch bey der egenatne unserr stifft und Orndung gewsen sind, der namen sind diese di Erwigdigen unser leiben fu#ersten her Ortolff Erczpiscoff ze Apomi, her Albrecht Bisschof ze Pazzaw#e her Iohanns Bisschof ze Brixen unser leiber Chantzler, her Iohans Bisschof ze Laventh, her Peter Bisschof ze marcopel, und di erber und geistlichen, Iohanns Abpt ze Melkch, Abpt Clemens ze den Schotten ze wyenn#e Abpt ulreich von Chotweig, Apt Peter von sand Lamprecht, Apt Chunrad von sand Paul, Abpt Symon von San Mareinzelle, Abpt Seyfrid von altenburch, Abpt Hainrich von Chremsmu#enster, abpt Albrecht von Admund, Abpt Hainreich von Gleunkch, sand Benedicten Orden, Abpt Chloman von dem heiligenchraw#ecz, abpt Eberhard von zwetel, abpt Stephan von Lienveld, abpt Ott von Paungatenperg, abpt Iohanns von newnperg, des Ordens von Citel, abpt Wielhalm von Ierus des Ordens von Premonstratey, Ortolf Probst ze newnburch, ulreich Probst ze sand Po#elten, Weygand Probst ze sand florian Nicals Probst ze Herczogenburg, Ott Probst von sand Andre, die Edeln usner leiben freunde, und undertanen Rudolff von habspurch, Ott von Ortenburg, Perchtolt Pruchart Hans von maidburch, Rudolff von Niedaw#e, Ulreich und Hainriech von Schow#enberch, Ulreich und Herman von Cily Grafen, Fridreich von Pussnang Wilhalm von end Freyn, Stephan von Meissaw#e obrister marschlaich Albrecht von Puchaim obrister druchsecz, haydenreich von Meissaw obrister Schenkch, Peter von Ebersdorf obrister Chamrer, Wilhalm von Chreuspach obrister Iegermaister, Leutold von Stadek Lantmarschalich, Perchtolt von Purgow#e Hofrichter in O#esterreich, Hertel und Herteneyd, obrist Marschalich, Fridreich von Stubenberch obrister Schenkch, Chol von Seldenhofen obrister druchsecz und Hauptman ze disen zeiten Ru#edolff Ott von Liechtenstain obrister kamrer in Steyr, Chunrad und Fridreich von Auffenstain obrister marschalich, Chunrad chreiger obrister druchsecz und Haptman ze disen zeiten, Lewpold Rautenberger, obrister Chamrer, Herman von O#esterwicz obrister Schenkch in Kernden, Eberhard von Walsse von Lintz Hauptman ob der Ens, und Fridreich Hainreich, Rudolff, Renprecht von Walsse von Ens sein vettern, hainreich von waltse von drosendorf, und sein Sun Eberhard, Hans Hainreich Urleich und Wolfgang, Fridreich und Heinreich Bu#eder von Waltse von Potenstain Wernahrd Ulreich Chu#enrad Hans Leutold von Meissaw vettern, …… von Chu#enring, Stephan Hainreich und ulrich Pruder Ott, ulreich Ott und Albrecht vettern von Zelking, Albrecht und sein Sun Hans, und sein Pruder Mertt, und sein veter Albrecht die Stuchsen, hainreich Chu#enrad Hainreich Albrecht, Wilhalm von Potendorf, vetern und Pru#eder Hainreich von Hakenberch, Ott und Wulfing von Stubenberch, ulreich von Leichtenstain hauptman ze der Newnstat, und sein Pruder Fridreich, Rudolff von Stadekk, Heinreich Hans und Hertel und Iorg Pru#eder von Liechtenstain von Nikolspurch, Hainreich und Hertel vettern, von Rauhenstain, Hans Turs von Rauhenek, Ulreich Chranichperger von Petronell, Chadolt und Chadolt Pru#eder von Ekhatzaw#e, Pligreim Straw#en, und sein Sun Wu#elfing und Hans Stephan von Hahenberch, und sein Sun Stephan, Hainreich und Rudolff von prunn, vettern, Albrecht von Ottenstain Dietreich hertneyd und hertel von Losenstain vettern, Hans von Traw#en Hauptman ze der Freinstat, und sein Sun Lewpolt und hertel. Eberhard von Chappellen, Otakcher und Dyetmar von Ror, O#ertlieb Friedreich und hainreich, von Wi#enchel vettern, Hans Chadolt, Ulrreich Christoff von haslaw vettern Urleich von Leichtenek, und Heinreich sein Pru#eder, Hainreich von Chranichperch von Murek Lewpolt von Weizzenberch, Hainreich vonnew#enhaws, Hans und Iorg bruder von vettaw#e, Hans und Hans von Meserietsch, Ohem, Weichart von Toppel, Pernger Ru#edolff und Pernger von landenberg vettern, Pu#erchart von Eberbach, und sein Sun Chu#enrad, jChlaus von haus, Ander von Liechtenstain, Hainreich von rappach usner Hofmaister, Hans von Lasperg unser Kamermaister, albrecht Schenkch von Ried unser forstmaister, Hans Toczenpekch u#enser Herczoginn Hofmaister, und ander erberr Law#et vil, Der brief ist geben, und ist die sch geschen, do man zalt von Christi gepu#erd Tausent Drewhundert Iar, darnach indem fumf und Sechczigistem Iar, an dem Sunntag in der vasten als man singet Oculi u#enser vorgenanten Herczog Rudolffs alter in dem Sechs und Zwaintzigisten und usners gewalts in dem Siebenden Iare, und usner vorgeanten Herzcog Albrechts, alter in dem Sechczehenden Iar, und usners egenaten Herczog Lewpolts Alter, in dem vyerczehenden Iare, Wir die vorgenanten Iohanns von Gots und des Stu#els von Rom gnden, Bisschoff ze Gurk, und wir Hainreich von denselben gnaden, Bisschof ze Laventh, und wir Clement von Gots verhenchnu#ezz, Abpt ze den Schotten ze wyenn#e, vergehen bechenne und Tu#en chunt, allen Law#eten, gegbu#ertigen und chu#enftigen von dem gewalt den wi#er haben, von dem aller heyligisten vater und herren hern Urban dem fu#emften von pilleicher got#es versechung der Romischen gemainen Chrihen obrister Bisschof daz wir di vorgenanten stifft nach rat weiser und gelrter Law#et, di vorgenant stifft und statut, von wart ze warte verhort und gelsen haben, und daz in allen stukchen gerecht pilleich und go#tlich funden haben, dAvon haben wi#er bestett und besteten auch mit dieser geschrift, di obgenant stifft und statut als si von wsart ze warte an disem brif begriffen ist, mit anhang unserr Insigel, und mit gepot und gewlat den wir haben von dem heyligen Stu#el ewichlich, Aslo ze beleiben und gepieten pey dem Pann des Pebstlichen stu#els, Dem Probst, dem Guster, dem Techant, dem Sanger, allen Chorherren und Chappellane, der egenanten stifft, gegenbu#ertigen und chunftigen, daz si di vorgenanten stifft und Statut ewichlich also haben, und sunderlich gepieten und chunden wi#er dem Erczbischof Salczpurch, und dem Pischof von Pazzaw#e,  von dem gewalt der pabsltichen schrift und briefen, Daz si noch i#er Nachkomen, wider di vorgenatn stifft und Statut nyemer getu#en, und sew fu#erbas beleben lazzen ewichlichen uvnerrukchet und unczebrochen, der vorgenanten stukch und artikel, und piten auch und emphelhen den fu#ersten von O#esterreich, gegenbu#ertigen und chu#enftigen, daz si di vorgenant stifft pei all irn freyhaiden und rechten und Gu#etern ewichlich beschirmen und behalten, als si des lon wellen haben von Got.

 

+Wir der . vorgenant Herzog . Ruodolf sterken . disen . prief . mit . dirr .underschrift . unser . selbs . hant+

Wir der . vorgenant Herzog . Albrecht sterken . disen . prief . mit . dir .underschrift . unser . selbs . hant+

Wir die . forgenant Katherein fon pechem Kaizer Karl tater dez obgenanten Hertzog rodolff hertziogin sterchen . dizen . prief . mit . dirr .underschrift . unser . selbs . hant+

Wir die vorgenant Iwnchvraw Katherei Herczoginn ze O#esterreich begeben in sand Claren Orden ze Wienn sterkchen disen brief mit  di#err underschrift unser selbers hant+

8 Siegel

Rudolf IV., Katherina seine Frau, Albrecht, Leopold, Katharina ihre Schwester, Bischof von Gurk, Bischof von Lavant, Abt von den Schotten

Coll. cum orig.
Archivi Capitul. Eccles. Metrop.
Viennens. 23. April. A. 1763

Archivangaben: 13650316_2; AT-DAW_Urkunden_13650316_2;

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2019.11.15
http://www.sanktstephan.at/quellen/1365-maerz-16/

Datum: 15.11.2019

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl