1318, September 8

Hainreich der Schvlaer unter den Lauben in Wien beurkundet seinen letzten Willen. Darin vermacht er seiner Hausfrau Katrein unter anderem zehn Pfund Burgrechts Wiener Pfenninge auf dem Haus der Lewinne, dass an den tuerne bei St. Stephansfreithof liegt, zu rechter Morgengabe und bestätigt ihr dasselbe Burgrecht mit Handen seines Grundherrn, Bruder Wernhart des Muerringaer, derzeit Kommenteur des Deutschen Hauses zu Wien. Nach weiteren Bestimmungen von Erbgütern für seine Frau und drei Kinder schafft er seinem Bruder Chunraden acht Mark Silber, damit er gegen Rom geht, durch des „Ausstellers sele willen“. Sollte er die Wallfahrt nach Rom nicht begehen, soll man diese acht Mark Silber nach Rat seines Beichtvaters durch sein Seelenwillen geben und dieser hat auch ein Mark Silber zu dem „selpueche“ und auch ein Mark Silber zu dem Chor zu St. Stephan geschafft. Siegler: der Aussteller, die ehrbaren Herren sein Beichtvater („Beichtiger“) Jordanes auf St. Stephanschor, Nyclas von Eslaren und der Sohn des Ausstellers Hainriches. Zeugen: Ulrich der Weinil, Herr Ulrich der Polle, Chunrad, Bruder des Ausstellers und genügend andere fromme Leute.

 

 

1318 IX 08, 1318.09.08

Literatur

Literatur- / Quellenverzeichnis: QGStW

Stelle / Nr / Seite: II/, Nr. 40

Kommentar: QGStW II/5, Nr. 40; Uhlirz, 1895, Nr. 12669

Abbildungen

Transkription / Übersetzung:

Deutsch;

Archivangaben: 40; AT-WStLA_HABsp_40; Die Siegel fehlen bis auf die Pergamentstreifen und einen Rest des Siegels Niclas von Eslarn (rot, Beschreibung und Abbildung s. Franzenshuld, Siegel des Wiener Stadtrates, S. 9, Post N° 2, Fig. 1) sowie einen losen, runden Siegelkörper, 30 mm, von dem das (rote) Wachs größtenteils abgefallen ist; Rest der Umschrift: ... NII * R . . . Pergament Rückenvermerke;1. (14. Jahrhundert): Der prief saget umb des Schueler geschefte under den Louben; von anderer Hand: umb sein haus und drey weingren, auch ain1 Mukntal und 1/2 jug. Alram nach seiner kinder tod dem Spital d;2. darunter: a 8;3. (14. Jahrhundert) darunter: Schreiber: 4. (15. Jahrhundert): Hainreichs des Schuchler geschefft; 5. darunter links, modern: 1318 ;6. (18. Jahrhundert): Geschäfftbrieff, von Hainrich Schuller inhalt dessen dem Burgerspital die von seinen khinder erbliche vermächtnus zugefallen. Datiert 1318; darunter: N° 34; rechts unten (Schrift wie 2.): ao 1318.

Zitierempfehlung
Wissensdatenbank zu St.Stephan, Schriftquellen, 2019.11.15
http://www.sanktstephan.at/quellen/1318-september-8/

Datum: 15.11.2019

bearbeitet: Barbara Schedl

erstellt: Barbara Schedl